Die Toskana zu Fuß - Wandern in der Toskana
Wanderurlaub
- Wanderungen in der Toskana -Chianti-Gebiet, Florenz, Siena, Elba
 Die
wunderschöne Landschaft der Toskana ist hervorragend
zum Wandern geeignet. Die Monate Mai und Juni sind
ideale Wandermonate, wenn es noch nicht besonders
heiß ist und die vielen blühenden Pflanzen wie
Ginster, Macchia, Orchideen und Mohn die Landschaft
mit bunten Tupfern überziehen. Auch in den
Wintermonaten kann man in den sanfteren
Hügellandschaften wunderbar wandern. Die
Hochsommermonate sind meist zu heiß und besser für
einen Badeurlaub geeignet.
Die Wandergebiete sind sehr vielseitig, es gibt
zwischen Florenz und
Siena die typische bekannte
Toskana mit den malerischen Hügeln, Weinbergen,
Steineichen und Zypressen- und Olivenhainen. Im
Nordwesten in den Apuanischen Alpen gibt es aber auch
steile Berge, außerdem das Mittelgebirge des Apennin,
die Hügellandschaften der Crete und der Maremma und
die Insel Elba, auf der man sowohl Küsten- als auch
Bergwanderungen unternehmen kann.
Es gibt viele gut markierte Wege, teilweise für
Wanderungen, die mehrere Tage dauern und durch
herrliche Landschaften führen. Die längste davon
dauert 14 Tage und führt durch die gesamte Region.
Sie ist für die sportlich Geübteren ein wahrer
Genuss. Wer es nicht ganz so lange mag, kann aber
auch zum Beispiel in fünf Tagen von Siena nach
Florenz oder von Siena nach
Montepulciano wandern.
Natürlich gibt es auch jede Menge kürzere Routen, die
nur einen Tag oder weniger dauern.
Entdecken Sie die vielfältigen Bilderbuchlandschaften
der Toskana zu Fuß!
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Toskana
Das Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena
Die klassische Toskana wie man sie überall auf
Postkarten und in Bildbänden sieht, hier kann man sie
selbst erleben. Die sanften Hügel, auf deren Kuppen
oft malerische Bauernhäuser stehen, die Weinberge und
die typischen Zypressenreihen, unterbrochen von
Waldgebieten.
Es gibt zahlreiche schöne Wanderungen in diesem
Gebiet, kürzere Strecken und die sehr empfehlenswerte
fünftägige Wanderung von Florenz nach Siena, die ein
ganz besonderes Erlebnis ist. Diese Wanderung ist so
aufgeteilt, dass das tägliche Wanderpensum mit etwa 4
Stunden Wanderzeit recht angenehm ist.
Aber auch die kürzeren Wanderungen sind sehr schön,
wie zum Beispiel folgende Routen:
- von Bagno a Ripoli nach San Donato in Collina
- von San Donato in Collina nach Chiocchio
- von Passo dei Pecorai nach Greve
- von Greve nach Panzano
- von Castellina nach Lucarelli
- von Castellina nach Siena
- von Colle di Val d’Elsa nach
San Gimignano
Die Apuanischen Alpen
Im Nordwesten der Toskana, an der Grenze zu
Ligurien,
befinden sich die Apuanischen Alpen. Diese Region hat
einen ausgesprochenen Hochgebirgscharakter, statt
sanften Hügeln gibt es hier schroffe Felsen und fast
1940 Meter hohe Berge.
Eine Besonderheit sind die berühmten, blendend weißen
Marmorsteinbrüche, die man schon von weitem sieht.
Auf den Wanderungen durch dieses Gebiet wird man
immer wieder mit herrlichen Ausblicken weit über das
Meer belohnt. Ideale Wanderzeit sind die Monate März
bis Oktober, wobei es im Juli und August auch hier
oben relativ heiß werden kann. Da es nur wenige
Quellen gibt, sollte man unbedingt auf ausreichende
Wasservorräte achten.
Wer sich hier alleine aufmacht, sollte eine gewisse
Erfahrung im Bergwandern haben, denn die Strecken
sind manchmal recht steil und hin und wieder gibt es
hier auch Nebelfelder.
Es gibt ein dichtes Netz an gut markierten
Wanderwegen und viele Berghütten, so dass man auch
die längeren Touren ohne Zelt machen kann.
Eine besonders schöne Route ist die Höhenwanderung
von Gramolazzo bis Stazzema/Fornovolasco. Sie führt
in etwa 5 Tagen über den Hauptkamm der Apuanischen
Alpen und bietet herrliche Ausblicke,
Marmor-Steinbrüche, Gipfel und wunderschöne
Almlandschaften.
Die Crete
Die Crete ist eine sehr beeindruckende Landschaft
südlich von Siena. Die meist baumlosen Hügel mit
Weiden und Getreidefeldern wirken auf den ersten
Blick unwirklich, bezaubern jedoch mit wunderschönen
Farben, die sich beim Wechsel der Jahreszeiten ändern
und mit teilweise bizarren Landschaftsformen, die
beliebte Motive bei Fotografen sind.
Dazwischen gibt es sehr schöne und kulturell
interessante Orte wie
Montalcino, Pienza oder
Montepulciano, für die es sich lohnt, eine
Wanderpause einzulegen.
Da es außer vereinzelten Zypressenreihen nur wenig
Bäume gibt, sollte man bei Wanderungen durch dieses
Gebiet bedenken, dass es so gut wie keinen Schatten
gibt. Gerade im Hochsommer kann es sehr heiß werden.
Außerdem wird der Lehmboden nach starken Regenfällen
sehr rutschig und teilweise nicht begehbar.
Besonders schöne Wanderrouten sind:
- von Montalcino zur Klosterkirche Sant Antimo
- Rundwanderung bei Bagno Vignoni über Vignoni und
Ripa d’Orcia
- von Bagno Vignoni nach Pienza
- von Pienza nach Montepulciano
- von Monte Oliveto Maggiore nach Montepulciano
(fünftägige Wanderung)
Der Apennin
Der lange, güne Apennin zieht sich quer durch die
Toskana, von den Apuanischen Alpen im Nordwesten bis
zur umbrischen Grenze im Südosten. Dieses Gebiet ist
lieblicher als die Apuanischen Alpen und die Berge
sind bis etwa 1500 Meter hoch. Die Landschaft ist
grün, die Berge sind von ausgedehnten Wäldern
bedeckt.
Das Gestein dieser Region begünstigt den
Oberflächenabfluss des Wassers, weshalb es hier viele
Quellen und Bäche gibt. Wanderer haben zahlreiche
Gelegenheiten, ihre Trinkvorräte aufzufüllen. Im
Küstenbereich sind die Bäche und Quellen zwar
seltener, dafür ist es hier dichter besiedelt und man
findet viele Bauernhöfe oder Dörfer.
Es gibt zahlreiche Wanderwege durch dieses dünn
besiedelte und urtümliche Gebirge.
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Wanderurlaub in der Toskana:
Die Maremma
Im Südwesten der Toskana zwischen dem Monte Amiata
und der Küste befindet sich das Hügelland der Maremma.
Die Landschaft weist nicht die typischen toskanischen
Besonderheiten auf, wie Weinberge und Olivenhaine,
ist aber mit ihren weiten Wiesen und Feldern, den
Flüssen und Schluchten wunderschön.
Hier wohnen nur wenige Menschen, hin und wieder
trifft man auf Schafherden und vereinzelt verstreut
liegen kleine idyllische Dörfer.
Wer in dieser Gegend wandert, genießt die Ruhe und
die fast menschenleere Natur. Man kann viele
Kilometer wandern ohne einen Menschen oder ein Haus
zu sehen.
Auch die Küste der Maremma ist für Wanderer
interessant. Im Maremma-Naturpark südlich von
Grosseto, in dem kein einziges bewohntes Haus steht,
kann man sehr schöne geführte Wanderungen
unternehmen.
Schöne Wanderstrecken in der Maremma sind:
- von Roccalbegna nach
Pitigliano (viertägige
Wanderung)
- von Sassofortino nach Montemassi
- von Roccalbegna nach Semproniano
- von San Martino sul Fiora nach Sovana
- von Sovana nach Pitigliano
Elba
Die Insel
Elba
bietet dem Wanderer eine wunderbar
zerklüftete Küste mit traumhaften Ausblicken aufs
Meer, sanfte Hügel und eine üppige Fauna und Flora.
Im Westen der Insel befinden sich die schönsten
Wandergebiete mit dem höchsten Berg, dem 1020 Meter
hohen Monte Capanne und der ursprünglichsten Küste.
Naturliebhaber können das ganze Jahr hindurch schöne
Wanderungen auf der Insel unternehmen. Im Mai und
Juni blüht die wilde Macchia und setzt zauberhafte
Akzente in der grünen Landschaft.
Hier finden Wanderer auf ihren Routen liebliche Hügel
aber auch schroffe Steilhänge und tiefe Täler sowie
hübsche Buchten. Die Flora auf Elba ist üppig, man
wandert durch Wiesen und Wälder, vorbei an
Olivenhainen und Obstgärten. Immer wieder eröffnen
sich einem spektakuläre Ausblicke auf das Meer und
die Küstenregion.
Eine der schönsten, wenn nicht die schönste Wanderung
Italiens ist die etwa vierstündige Tour hoch über der
Westküste von Marciana Alta nach Chiessi. Sie ist
besonders im Frühjahr, wenn alles blüht,
atemberaubend schön.
Bilder Copyright: Fotolia
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