Wanderparadies Mallorca
Wanderrouten, Wanderungen auf der
Balearen Insel
Mallorca bietet Wanderern eine große landschaftliche Vielfalt, von
flachen Landschaften bis zu hügeligen Gebieten bis hin zu Gebirge.
Hier kann man das ganze Jahr über die herrliche Natur zu Fuß
erkunden. Beliebteste Wandermonate liegen zwischen Oktober und
Mai. Die sicherlich schönste Zeit ist die Zeit der Mandelblüte im
Februar. Tausende von weißrosa blühenden Mandelbäumen schmücken
für ein paar Wochen die Insel.
Sowohl erfahrene Wanderer als auch Gelegenheitswanderer mit wenig
Übung finden auf Mallorca zahlreiche Routen durch Gelände von
unglaublicher Vielfalt.
Die Erfahrenen können Gipfel erklimmen oder in die traumhaft
schöne Pareis-Schlucht absteigen, es gibt viele herrliche
Aussichtspunkte auf den Bergen mit sagenhaft schönen Ausblicken,
zu denen interessante Routen führen und wer es weniger anstrengend
mag kann in den flacheren Gebieten auch kurze Wanderungen
unternehmen.
Der etwa 60 Kilometer lange Gebirgszug, die Serra de Tramuntana,
erstreckt sich entlang der nordwestlichen Steilküste. Er bedeckt
ein gutes Viertel der Inselfläche und hat Gipfel bis zu 1450
Metern Höhe. Die Serra Tramuntana ist mit ihren
malerischen Tälern, den tiefen Schluchten und den vereinzelten
idyllischen Bergdörfern für Wanderer eine wahres Paradies.
Entdecken Sie Mallorca zu Fuß und lassen Sie sich bei viel Ruhe
und in traumhaft schöner Natur von dieser Insel bezaubern!
Tipps für ungetrübte
Wanderfreuden
Wanderwege: Da ein Großteil von Mallorca in Privatbesitz
ist (dazu gehören auch die Bergregionen) sollte man sich vorher
informieren, ob die geplanten Routen öffentliche Wege sind oder
durch Grundstücke laufen, deren Eigentümer gegen Wanderer nichts
haben. Daher ist es gut, sich immer einen aktuellen Wanderführer
zu kaufen, der die momentanen Grundstücksbesitzverhältnisse
berücksichtigt.
Schilder: „Prohibido ei Paso“ heißt Durchgang verboten und
„Camino Particular“ bedeutet Privatweg. Es ist empfehlenswert,
diese Hinweise zu respektieren.
Tore und Gatter: Hinterlassen Sie die Tore und Gatter so,
wie Sie sie antreffen, meist sind sie geschlossen, aber manchmal
sollen sie auch offen sein, um freilaufende Tiere nicht am
Durchgang zu ihrer Wasserstelle zu hindern.
Schuhwerk: Da viele der Wege geröllhaltig sind, ist festes
Schuhwerk zu empfehlen. Entweder Wanderschuhe oder Sportschuhe mit
gutem Profil. Sandalen bieten nicht genug Halt.
Kleidung: Im Herbst, Winter und Frühjahr ist es zwar oft
warm, das Wetter kann aber schnell umschlagen. Gerade in den
Bergen kann es dann recht kalt werden. Daher sollte man eine warme
Jacke oder einen Pullover nicht vergessen. Da es in diesen
Jahreszeiten auch durchaus regnen kann, sollte man auch
Regenschutz mit einpacken. Im Sommer braucht man einen Kopfschutz
gegen die Sonne, denn viele der Wege haben nur wenig Schatten.
Wanderwetter: Der Frühling und der Herbst gelten als ideale
Wanderzeiten auf Mallorca. Aber sowohl in diesen Jahreszeiten als
auch und insbesondere im Winter kann es zu plötzlichen
Wetterumstürzen kommen und manchmal machen sogar schwere
Regenfälle die Wege unpassierbar.
Im Tramuntana Gebirge kann es durchaus auch Schnee geben.
Daher ist es ratsam sich vorher über die Wetterlage zu
informieren.
Pflanzen: Auch wenn es hier sehr schöne Blumen gibt, sollte
man sie in der Natur belassen. Viele der Blumen stehen unter
Naturschutz.
Feuer: Da die Natur im Sommer sehr trocken wird, sollte man
kein Feuer anzünden. Es besteht die Gefahr großer Flächenbrände.
Abfall: Es versteht sich von selbst, dass man den Abfall
wieder mit zurückbringt.
Außerdem: Im Sommer gehören ins Gepäck Sonnenöl und auch
ausreichend Wasser, denn viele der Quellen versiegen im Sommer.
Schöne Wander-Routen
Einfachere Wanderungen ohne besondere Schwierigkeiten:
Stausee Cuber – L'Ofre – Biniaraix – Sóller
Diese Wanderung dauert etwa 3,5 Stunden über eine Strecke von 13
Kilometern.
Man startet in Soller mit dem Bus oder Taxi und fährt die
kurvenreiche Straße hinauf in die Bergwelt unterhalb des höchsten
Berges der Insel, dem Puig Major. Dieser Berg ist 1445 Meter hoch,
da sein Gipfel aber Sperrgebiet ist, kann man nicht bis ganz
hinauf fahren.
Bei dem Stausee Cúber gibt es einen Parkplatz, ab dem die Tour zu
Fuß beginnt. Vor der Flutung des Tals befand sich hier das Vall de
Cúber.
Vom Parkplatz am Stausee aus geht es zu Fuß weiter in
südwestlicher Richtung am See entlang. Hinter der Staumauer führt
der Weg aufwärts durch das Tal von Bim Mozat. Weiter oben,
unterhalb des Coll de l’Ofre auf dem Gelände einer Finca befindet
sich eine Bergquelle, deren kaltes, glasklares Wasser für Wanderer
eine besondere Erfrischung ist.
Etwas weiter oben erreicht man die höchste Stelle des Weges. Von
hier aus kann man einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt machen.
Etwa 50 Meter hinter einem Steintürmchen mit Kreuz geht ein Weg
rechts hinunter und führt zu einer Stelle, an der ein Münzfernrohr
steht. Der Blick von hier auf das schöne Tal und auf Sóller ist
fantastisch!
Danach geht es weiter bergab bis man auf ein kleines Nebengebäude
der Finca L’Ofre stößt. An dieser geht man rechts vorbei bis man
auf den Pilgerweg kommt. Dieser Weg ist 600 Jahre alt und diente
früher den Pilgern aus Sóller als Weg hinauf zum Kloster Lluc.
Man durchquert die Schlucht Es Barranc und folgt dem Weg nach
Biniaraix. Unterwegs kommt man durch malerische Landschaften mit
alten Olivenbäumen und verlassenen Bauernhäusern.
Im hübschen Bergdorf Biniaraix steht gleich am Eingang ein
typisches altes Waschhaus, in dem die Frauen früher die Wäsche
wuschen. Im Dorf gibt es eine Taberna, in der man sich erfrischen
und stärken kann.
Eine Straße links über den Hauptplatz führ dann zurück nach Sóller.
Mirador de Ses Barques – Cala Tuent – Port de Sóller
Diese Wanderung dauert etwa 3,5 bis 4 Stunden über eine Strecke
von 14 Kilometern.
Wichtig ist, dass der Rücktransport von Cala Tuent aus vorher
organisiert werden sollte. Im Sommer fahren Schiffe, die
allerdings aufgrund des Preises eher für Gruppen interessant sind,
ansonsten muss man ein Taxi per Handy bestellen.
Von Port de Sóller fährt man etwa 10 Kilometer über die C710 zu
dem Restaurant Mirador de Ses Barques (Kilometerstein 54). Das
Restaurant hat eine herrliche Aussichtsterrasse, von der man einen
weiten Blick über das Meer und das Tal von Sóller hat.
Von hier aus geht es auf einem Stufenweg (Schild Tuent/La
Calobrakinn) bis zu einem breiteren Karrenweg, der ins Tal führt.
In vielen Serpentinen geht es vorbei an schönen Landgütern und
inmitten von Olivenhainen hinab ins Tal. Beim oberen Landgut gibt
es eine schöne Aussichtsplattform, die man sich nicht entgehen
lassen sollte. Beim mittleren Landgut gibt es eine Quelle, an der
man sich die Wasserflasche auffüllen kann.
Beim Stall der unteren Finca biegt man nach rechts ab und
überquert das ausgetrocknete Flussbett. Der Weg führt jetzt noch
ein paar Meter an einer Steinmauer entlang. Danach geht es links
weiter. Der Weg ist hier steil und ist gesäumt von schönen alten
Steineichen und Olivenbäumen. Nach etwa 30 Minuten erreicht man
einen 370 Meter hohen Bergsattel, den Pass Coll de Biniamar.
Danach geht es wieder bergab, man stößt auf einen alten Eselspfad
und folgt diesem an der Küste entlang. Hier hat man einen
wunderschönen Blick auf das azurblaue Meer und die Küste. Nach
etwa einer Stunde erreicht man ein kleines Pinienwäldchen, von dem
aus man einen guten Blick auf die Bucht von Tuent hat.
Ab hier gibt es einen mit Kopfstein gepflasterten Weg der später
in einen schmalen Trampelpfad mündet und zur Bucht hinunter führt.
In Cala Tuent gibt es ein Restaurant mit vorzüglicher regionaler
Küche. Hier kann man es sich gemütlich machen und sich nach der
schönen Wanderung stärken. Danach geht es mit dem Taxi oder mit
dem Schiff zurück nach Port de Sóller.
Wer möchte, kann auch noch weitere 5 Kilometer bis nach Cala de sa
Calobra wandern, da es von dort aus mehr Bootsverbindungen gibt.
Verbringen Sie Ihren
Herbsturlaub auf Mallorca und wandern Sie bei angenehmen
Temperaturen durch die herrliche Landschaft.
Mittelschwere Wanderungen
Cuber Stausee – Coll es Prat/Massanella – Kloster Lluc
Diese Tour dauert etwa 5 Stunden über eine Strecke von 16
Kilometern.
Man startet in Sóller mit dem Bus oder dem PKW, bzw. Taxi und
fährt die kurvenreiche Straße hinauf bis zum Stausee Cúber.
Am Parkplatz beginnt die Tour. Man folgt ein Stück weit der Straße
Richtung Lluc, nach einiger Zeit erscheint rechter Hand eine
Wasserleitung, der man folgt, bis man eine Brücke erreicht. Man
überquert die Brücke und folgt dem Weg hinauf zum 800 Meter hohen
Pass Coll Prat. Von hier aus geht es ein wenig bergab, bis man auf
eine Weggabelung trifft. Hier nimmt man den Weg geradeaus über
eine weitere Brücke und erreicht bald die Hochebene Prat de Cuber.
Ab hier geht es wieder bergauf durch einen wunderbaren
Steineichenwald. Nach einiger Zeit hört der Wald auf und jetzt
dauert es noch etwa 2,5 Stunden bis man den Coll de Coma Freda auf
1205 Metern Höhe erreicht hat. Hier oben hat man einen
atemberaubenden Ausblick!
Von nun an führt ein Weg in vielen Serpentinen bergab und stößt
nach etwa einer Stunde auf
den Weg Tossals Verd-Lluc. Hier folgt man einem Karrenweg linker
Hand und erreicht nach einer knappen halben Stunde den alten
Fahrweg Lluc-Inca.
Nun biegt man nach ab und trifft nach gut 200 Metern auf die
Hauptstraße.
Von hier aus kann man der Straße einige Meter nach Sóller folgen
um dann auf das Kloster Lluc zu treffen.
Mit dem Linienbus kann man vom Kloster Lluc zurückfahren. Im
Sommer fährt er zwei Mal täglich von Lluc nach Sóller und zurück.
Vor der Wanderung sollte man sich über die aktuellen
Abfahrtszeiten informieren.
Rundwanderung von Valldemosa zum 1062 Meter hohen „Es Teix“
Diese Tour dauert etwa 7 Stunden über eine Strecke von 22
Kilometern. Oben auf dem Gipfel wird man mit einem einzigartigen
Ausblick über die Insel belohnt.
Da es unterwegs keine Einkehrmöglichkeiten gibt, sollte man
unbedingt ausreichend Proviant und Wasser mitnehmen.
Man startet an der Bushaltestelle der Calle Marqués de Vivot in
Valldemosa. Von hier aus geht es entlang der Avenida Arxiduc Luis
Salvador bis zum Beginn der Calle Almendros. Dort biegt man links
ab und folgt den Schildern Richtung Mirador de Ses Puntes und Es
Teix.
Am Ortsende geht es links auf einen bergauf führenden
Schotterpfad. Nach etwa einer Stunde erreicht man die Quelle Font
d'es Pouet. An dieser geht man rechts vorbei und gelangt kurz
darauf zu dem Aussichtspunkt Mirador de Ses Puntes. Von hier aus
hat man eine fantastische Aussicht über das Tal. Danach folgt man
weiter dem markierten Weg und gelangt an eine kleine Hütte, an der
man gut rasten kann.
Links an der Hütte vorbei geht es weiter den markierten Weg
bergauf bis zu dem 944 Meter hoch gelgenen Felsvorsprung Es
Caragoli. Von hier aus kann man bereits die beeindruckenden Gipfel
des „Es Teix“ sehen. Von hier geht man weiter bergauf bis zum
Gipfel. Oben angekommen wird man geradezu überwältigt von dem
atemberaubenden Blick über die Insel.
Der Rückweg verläuft in Richtung Al Teix zu dem Weg der durch das
Tal hindurch zurück nach Valldemosa führt.
Weitere interessante Wanderziele
Die drei Klöster von Randa
Eine schöne Wanderung führt von dem Ort Randa hinauf zum Berg Puig
de Randa. Eine 5 Kilometer lange Straße und auch ein Fußpfad
führen hinauf. Hier kann man drei schöne alte Klöster besichtigen.
Jährlich kommen tausende von Pilgern hierher. Auf dem Berg
angekommen wird man überwältigt von dem herrlichen Blick über die
mallorquinische Ebene von Palma bis Alcudia.
Berg Tomir
Die Besteigung des Berges Tomir ist zwar sehr anstrengend und
zählt zu den schwierigen Touren, belohnt den Wanderer aber mit
einer der schönsten und beeindruckendsten Aussichten über die
Insel.
Son Baulo
Hinter Son Baulo befindet sich einer der größten zusammenhängenden
Pinienwälder. Hier kann man eine erholsame Wanderung in Richtung
San Pedro unternehmen und den Rückweg am Strand entlang gehen.
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