Landschaft, Berge, Sprachen auf Mallorca
Mallorca bedeutet „Die größere Insel“ (lat.: insula major) und
bezieht sich auf den Vergleich mit der kleineren Insel Menorca.
Die Insel liegt im westlichen Mittelmeer, etwa 170 Kilometer vom
spanischen Festland entfernt.
Mallorca ist die größte der Baleareninseln.
Die Balearen sind eine Gruppe von Inseln, die früher von dem
andalusischen Felsengebirge abgesprengt wurden. Heute trennt ein
tiefer Meeresgraben die Inseln vom Festland. Der Name Balearen
stammt von dem griechischen Baliarides ab, das die in der Antike
gefürchteten Steinschleuderer bezeichnet, die von diesen Inseln
kamen.
Zu den Balearen gehören neben Mallorca und
Menorca noch 146
unbewohnte kleinere Inseln, die teilweise unter Naturschutz
stehen. Gemeinsam mit den Pityuseninseln
Formentera und
Ibiza bilden sie als spanische Region eine autonome Gemeinschaft
innerhalb des spanischen Staates. Auf Mallorca befindet sich die
Hauptstadt der Balearischen Inseln, Palma.
Sprachen:
Die auf der Insel gesprochenen Sprachen sind Katalanisch und
Spanisch. Beide Sprachen sind Amtssprachen. Die Einwohner sprechen
meist den lokalen katalanischen Dialekt, der Mallorqui genannt
wird.
Da ein Großteil der Touristen aus Deutschland kommt, wird aber auf
der Insel auch viel Deutsch gesprochen.
Landschaften Mallorcas:
Mallorca hat dem Besucher eine große Vielfalt an Landschaften zu
bieten.
Die Insel hat eine Breite von etwa 78 Kilometern (Nord-Süd),eine
Länge von 98 Kilometern (Ost-West) und etwa 3.640 km² Fläche.
Die Küstenlinie ist sagenhafte 550 Kilometer lang und hat
zahlreiche schöne Strände und Buchten.
Im Landesinneren gibt es sowohl flache als auch sehr gebirgige
Regionen.
Der höchste Berg Mallorcas ist der 1445 Meter hohe Puig Major.
Mallorca ist in Sachen Umweltschutz Vorreiter im Mittelmeerraum.
Ein Drittel der Insel steht unter Naturschutz. Seit 1998 gibt es
ein Gesetz, das den Bau eines neuen Hotels nur dann erlaubt, wenn
ein altes abgerissen wird.
Außerdem müssen Hotelbesitzer mit jedem neuen Gästebett auch 60 m²
Grünfläche anlegen.
So wird einiges dafür getan, dass die Insel trotz fast 7 Millionen
Besuchern im Jahr nach wie vor eine herrliche Natur und
wunderschöne Landschaften hat und wer sich ein bisschen abseits
der Hauptwege bewegt, findet schnell auch Ruhe und Einsamkeit.
Die Insel wird in 6
Landschaftszonen, die so genannten Comarques, eingeteilt:
Serra de Tramuntana
Dieser Gebirgszug ist etwa 15 Kilometer breit und verläuft
parallel zur Nordwestküste der Insel über eine Länge von etwa 90
Kilometer. Da dieses Gebirge die kalten Winde, die Tramuntana,
nach denen es benannt ist, abhält, bildet es eine Wetterscheide
auf der Insel. Die niedrigeren Teile der Insel sind dadurch
deutlich milder und regenärmer als die höher gelegenen.
Der Gebirgszug reicht von der Insel Sa Dragonera im Südwesten
Mallorcas bis zum Cap Formentor im Norden. Etwa in der Mitte
befindet sich der höchste Gipfel, der 1445 Meter hohe Puig Major.
Es gibt aber noch zahlreiche weitere Gipfel, 10 davon sind höher
als 1000 Meter. Diese Region mit ihren steilen und felsigen
Küstengebieten im Nordwesten, den sanften Tälern an den
Seitenhängen und den wilden Schluchten ist ein traumhaft schönes
Wandergebiet.
Raiguer
Die Region Es Raiguer ist eine Übergangszone von Gebirge zu Ebene.
Sie grenzt an die Serra de Tramuntera an und liegt zwischen der
Halbinsel La Victoria und der Region der Hauptstadt Palma. Die
Gegend ist sehr wasserreich und fruchtbar. Ein wichtiges Zentrum
dieser Region ist die Stadt Inca, die für ihr Schuh- und
Lederhandwerk bekannt ist.
Plà de Mallorca
Angrenzend an die Region Es Raiguer liegt im Zentrum der Insel die
Ebene Plà de Mallorca (auch Es Plà genannt). Diese Region ist sehr
fruchtbar, hier gedeiht der Großteil des Obstes, Gemüses und der
Mandelplantagen der Insel. Außerdem wächst hier auch der
hervorragende mallorquinische Wein. Da hier sehr viel Getreide
angebaut wird, bezeichnet man die Plà de Mallorca auch als die
Kornkammer Mallorcas. Die Gegend ist dank der Berge vor den kalten
Winden geschützt und daher sehr mild, was bis zu vier Ernten im
Jahr führt.
Die Ebene wird nur von kleinen Höhenzügen unterbrochen, deren
höchster Punkt der 542 hohe Tafelberg Puig de Randa ist.
Unter den Comarques ist diese Landschaftszone die am dünnsten
besiedelte. Die meisten Menschen leben im Touristenzentrum, der
Bucht von Alcudia im Norden Mallorcas.
Llevant
Die Landschaftsregion Llevant befindet sich im Osten und Nordosten
der Insel. (Llevant bedeutet Osten.)
Sie ist von einem Gebirgszug von Nord nach Süd durchzogen, den
Serres Llevant. Dieses Gebirge ist nicht so hoch wie die Serra
Tramuntana, ihr höchster Berg ist der Puig Morei mit 561 Metern
Höhe.
Es gibt nur noch 3 weitere Gipfel die die 500-Meter-Grenze
erreichen.
Bei Manacor gibt es viele schöne kleine Buchten und Strände an der
ansonsten felsigen Küste.
Weitere beliebte Strände in dieser Region sind Cala Millor, Sa
Coma, und Cala Rajada mit der Cala Agulla.
Manacor ist der Hauptort des Llevant und bekannt für seine
Kunstperlen.
Migjorn
Diese südlichste Region Mallorcas grenzt an die Ebene Plà de
Mallorca. Sie ist relativ flach, hat aber einen 509 Meter hohen
Berg, den Puig Sant Salvador mit einem sehr sehenswerten Kloster.
Zentrum von Migjorn ist die Stadt Campos. Rund um diese Stadt
herum werden Kapernsträucher angebaut.
Migjorn hat eine wechselhafte Küstenlinie mit Felsen und
Sandstränden. Der 6 Kilometer lange Strand von Es Trenc ist ein
großes Touristenzentrum.
Palma
Die flächenmäßig kleinste Region der Insel hat die höchste
Bevölkerungsdichte. Sie befindet sich im Südwesten Mallorcas.
Hier, in einer großen Bucht gelegen, befindet sich die
Inselhauptstadt Palma, die gleichzeitig politisches und
wirtschaftliches Zentrum der autonomen Region der Balearen ist.
Etwa die Hälfte der Einwohner Mallorcas leben hier.
Inseln:
Südlich von Mallorca liegen um Cabrera viele Felsinseln, die zum
Nationalpark erklärt wurden. Cabrera ist eine Fortsetzung der
Region Migjorn.
Südwestlich von Mallorca liegt die Insel Sa Dragonera, die ein
Ausläufer der Serra de Tramuntara ist.
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