Auf den Ätna zu steigen ist nicht ungefährlich, deshalb sollte man nie ohne Führer gehen. Die ortskundigen
Guides kennen nicht nur die Gefahrenzonen des Vulkans, sondern auch viele Details der Geologie und auch
die Geheimtipps. Da der Ätna bis zu einer Höhe von 3000 Metern aufragt, muss man auch im Sommer mit kühler
Witterung rechnen. Sandalen oder Schuhe mit Absatz sind in jedem Fall ungeeignet, denn die Auf- und
Abstiege sind nicht nur steil, sondern mit Sand und Geröll bedeckt. Nicht immer gibt es glühende Lavaströme zu sehen, doch allein die weite Sicht, die man an klaren Tagen vom Kraterrand über das Umland hat, belohnen für die Mühe des Aufstiegs. Fumarolen, aus denen heiße schwefelhaltige Gase aufsteigen, sollten dagegen bei jeder Tour zu finden sein. Die meisten Touren beginnen am „Refugio Sapienza“, das unterhalb des Gipfels auf einer Höhe von knapp 2000 Metern liegt. Bis hierher kann man mit dem Auto oder dem Bus von verschiedenen Orten unterhalb des Ätna gelangen und eine der geführten Touren mitmachen. Bis zur Höhe von 2800 Metern ist es erlaubt auch ohne Begleitung aufzusteigen, auf dieser Höhe ist aber der Einblick in einen der vier Krater aber noch nicht möglich. Um den Gipfel des Ätna herum führt die „Pista Alto Montana“. Für die anspruchsvolle Tour sollte man sich mehrere Tage Zeit nehmen Entlang der Piste gibt es zwar immer wieder Hütten, in denen man auch übernachten kann, doch mit einem Zelt ist man darauf nicht so sehr angewiesen. Zwei Grotten, unter anderem die „Grotta del Gelo“, in der auch im Sommer noch Eis konserviert bleibt, liegen auf dem Weg. Womöglich werden Sie auf dieser Wanderung die raue Landschaft um den Ätna komplett alleine erleben können, denn nur wenige wagen eine mehrtägige Tour. Doch auch bei dieser Wanderung gilt: richtige Ausrüstung ist unbedingt notwendig. Start der Tour ist unterhalb des „Refugio Sapienza“, in dessen Nähe der “Nuova Gussonea”, ein botanischer Garten mit den Pflanzen, die am Ätna vorkommen, liegt. Besondere Anziehungskraft übt am Ätna auch das Valle de Bove, das Ochsental, aus. Hier fließt bei
Ausbrüchen immer wieder die Lava an den Flanken des Ätna herab, zuletzt 2008. Um zu diesem Tal zu gelangen
folgt man von Zafferana Etnea der Straße bis zum Parkplatz. Hier beginnen die Wanderwege auf den Monte
Zoccolaro, auf denen man immer wieder gute Ausblicke auf die nun erkalteten Lavaströme und die Felder mit
den riesigen Gesteinsbrocken hat. Von den rund 200 Grotten, die bei den verschiedenen Ausbrüchen entstanden sind, kann man einige begehen. Es bietet sich auch hier eine geführte Wanderung an, denn die über das gesamte Gebiet de sÄtna verteilten Höhlen sind für einen Ortsunkundigen nicht unbedingt leicht auszumachen. Weitere interessante Wege am Ätna führen um die Monti Sartorio und den Monte Nero mit der Grotte „Lamponi“ herum. Alle Unterregionen auf Sizilien:Sizilien
„Parco Fluviale dell’Alcantara“
Am Fuße des Ätna schlängelt sich der Fluss Alcantara auf einer Länge von rund 50 Kilometern entlang. Die
Quelle entspringt in den Monti Nebrodi und mündet bei Giardini Naxos ins Meer. „Parco delle Madonie”
Ein weiterer Park, in dem man schön wandern kann, ist der „Parco delle Madonie“. Hier ziehen sich
ausgeschilderte Forst- und Wanderwege durch die wunderschöne Landschaft, in der im Frühjahr die Orchideen
blühen und im Sommer die Kork- und Steineichen Schatten spenden. An der hellen Kalkkarstlandschaft mit
Einschlüssen von Muscheln, die in schönem Kontrast zu den schwarzen Flanken des Ätnas steht, kann man
erkennen, dass die Insel aus dem Meer aufgestiegen ist. Anapo- Schlucht mit den Nekropolen von PentalicaRund 30 Kilometer westlich von Syrakus befindet sich der kleine Ort Sortino. Hier beginnt eine kulturell besonders interessante Wanderroute, die Sie bei einem Aufenthalt in einem der Ferienhäuser oder Hotels der Insel nicht verpassen sollten. Die Tour führt durch die Anapo- Schlucht in den Monti Iblei, in denen die Sikuler einst rund 5000 Gräber anlegten. 1300 v. Chr. flüchteten sie von der Küste her vor Eindringlingen und nutzten Höhlen oder aber auch in den Fels gehauene Ausschachtungen als Gräber. Wenn man während dem Durchqueren des Tals den Blick auf die Felswände richtet, fallen die Höhlen, die 2005 zum Welterbe der Menschheit erklärt wurden, immer wieder ins Auge. Um alles zu erkunden und gleichzeitig zu entspannen, sollte man ein wenig Zeit mitbringen. Cava Grande del CassibileDas Tal, das das Wasser über Jahrtausende in den Fels geschliffen hat, befindet sich acht Kilometer nordöstlich von Avola. Hier finden Sie vor allem im Frühjahr eine Fülle seltener blühender Pflanzen, wie die Ragwurz, eine Orchidee, die nur auf Sizilien vorkommt. Auf der rund zehn Kilometer langen Wanderung durch die Schlucht, die bei Cassibile ins Meer mündet, werden Sie außerdem auf Gräber der Sikuler stoßen, die ihre Toten in den Höhlen der Schlucht begruben. Neben Natur und Geschichte locken hier die durch den Kalkstein blauen Wasserbecken zum Baden. Wanderung im Tal der Tempel bei AgrigentEine weitere Wanderung durch historisch bedeutsame Gegend findet man im Tal der Tempel. Auf einem Hochplateau in unmittelbarer Nähe zum heutigen Agrigent präsentieren sich die Gebäude der Antike. Bereits seit 1997 zählt diese Stätte zum Weltkulturerbe der UNESCO. Akragas wurde 582 vor Chr. hier erbaut und erlebte als griechische Polis eine ungeahnte Blüte. Die zwölf Tempel, deren wichtigster der Concordiatempel ist, begeistern noch heute. Auch hier sollte man viel Zeit mitbringen, um die Zeugen der Vergangenheit gebührend betrachten zu können.
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