Regionen und Landschaften auf Sardinien
Gallura, Baronia, Barbagia, Ogliastra, Marmilla, Sarcidano und Gerrei
etc.
Sardinien, die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, besticht vor allem
durch seine 1850 Kilometer lange Küstenlinie mit zahlreichen
wunderschönen Stränden für jeden Geschmack. Es gibt sowohl
weitläufige Sandstrände, Steilküste mit Felsstränden, als auch
kleine verträumte Buchten.
Im Inselinneren gibt es mehrere Bergketten, die allerdings nur bis
zu 1800 Metern ansteigen. Der größte Teil der Insel wird durch
Hochebenen zwischen 300 bis 1000 Metern geprägt.
Die verschiedenen Regionen sind landschaftlich ganz
unterschiedlich, es gibt flache Ebenen, sanfte Hügellandschaften,
Hochebenen mit Kalkformationen, schroffe Berge und weite Strände.
Man kann die herrliche Natur auf Wanderungen, Radtouren oder
Fahrten mit dem Auto oder dem Motorrad erkunden oder aber einfach
nur am Strand liegen und sich entspannen.
Charakteristisch für das zentrale Sardinien ist die Bergwelt mit
Vulkankegeln, schroffen Granitkämmen, Tafelbergen, Schieferplatten
und Kalksteinfelsen. Hier gibt es faszinierende Tropfsteinhöhlen,
viele Quellen und, nicht zu vergessen, die vielen prähistorischen
Nuraghen. |
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Die Granitwände des Supramonte-Gebirges sind weiß und wirken aus
der Ferne wie schneebedeckt. In diesem felsigen und schwer
überschaubaren Gebiet mit den zahlreichen Höhlen haben sich im
Laufe der Jahrhunderte immer wieder Banditen versteckt.
Das Gennargentu- Gebirge liegt im Herzen der Insel und bietet
Wanderern wunderbar einsame und schöne Routen, auf denen man die
herrliche Wildnis genießen kann.
Alle Unterregionen in Sardinien:
Sardinien
Die Regionen auf Sardinien (von Norden im Uhrzeigersinn):

Costa Smeralda, Capriccioli Badebucht auf
Sardinien
Gallura
Die wildromantische Landschaft der Gallura wird durch die
Bergzacken und rundlichen Kuppen aus Granit geprägt. Sie ist heute
die bedeutendste touristische Region der Insel. Das Massiv des
Monte Limbara ist bis zu 1400 Meter hoch und sehr wasserreich mit
vielen Quellen. In der östlichen Gallura färbt der dort
vorkommende rosafarbene Granit das Gestein und gibt ihm einen
märchenhaften Farbton, der sich bei Sonnenuntergang intensiviert.
Die Küste der Gallura mit der faszinierend schönen Costa Smeralda
gilt als die reizvollste auf Sardinien.
Baronia
Dieser Küstenstreifen an der Ostküste von Sardinien erstreckt sich
von Olbia bis zum Golf von Orosei. Hier gibt es viele herrliche
Sandstrände und am Golf von Orosei trifft man auf imposante
Felsküste mit kleinen versteckten Buchten. Im Süden von Dorgali
kann man bis nach Baunei durch traumhaft schöne Gebirgslandschaft
fahren, diese Strecke ist sehr beliebt, denn sie gilt als eine der
schönsten auf der Insel.
Barbagia
Die Barbagia, das zentrale Bergland Sardiniens, erstreckt sich
südlich von Dorgali bis nach Arbatax. Sie ist landschaftlich sehr
vielfältig, hier befindet sich das Bergmassiv Gennargentu mit dem
höchsten Gipfel der Insel , der "Punta La Marmora", sowie das
Bergmassiv Supramonte. Das Supramonte-Massiv hat Höhenzüge, die
1000 Meter erreichen und als höchsten Gipfel den 1443 Meter hohen
Monte Corrasi. In diesem Gebirge gab es früher viele Banditen und
Fehden, wodurch es zu trauriger Berühmtheit gelangte. Heute ist es
hier aber friedlich und man kann die herrliche Berglandschaft in
Ruhe genießen. In dieser Region gibt es durch die Verkarstung
unzählige Höhlen, teilweise mit sprudelnden Quellen. Die
bekannteste Quelle und beliebtestes Ausflugsziel ist die Su
Gologone, sie ist ein schöner Ort für ein Picknick.
An der Küste des Supramonte ist der Ort Cala Gonone ein
wunderschönes Ausflugsziel, der Ort liegt tief unten in einer
Bucht, die über eine lange Serpentinenstraße zu erreichen ist.
Auch sehr beliebt ist die faszinierendste Schlucht in Sardinien,
die Cala Gorrupu, die mit dem Auto von Dorgali aus leicht zu
erreichen ist.
Ogliastra
Diese Tiefebene befindet sich in der Gegend von Tortoli und
Arbatax. Rundherum hat man das herrliche Panorama der steilen
Berge. An der Küste gibt es lange Sandstrände.
Marmilla, Sarcidano und Gerrei
Geprägt von Tafelbergen und Hügeln bieten die nicht genau
voneinander abgrenzbaren Regionen Marmilla, Sarcidano und Gerrei
ein beeindruckendes Landschaftsbild. Sie befinden sich im Südosten
der Insel zwischen dem Campidano Graben und der Barbagia.
Die Marmilla ist bekannt durch den Naturpark „Monte Arci“ mit
seinem reichen Obsdian-Vorkommen und einem dichten, geschlossenen
Waldgebiet rund um den erloschenen Vulkan mit natürlich
vorkommenden Eichen und Olivenbäumen. Das Gebiet wird im
Hochsommer, wenn es auf Sardinien sehr heiß, ist gerne als
Sommerfrische genutzt, denn hier ist es schattig und angenehm
kühl.
Der Monte Arci selbst ist ein erloschener Vulkan, der einen
plateauförmigen Gipfel hat und viele Quellen, die zu einem
Picknick einladen.
Cagliari
Die Lagunenlandschaft um die Inselhauptstadt Cagliari ist
überwältigend. In der wunderschönen Natur überwintern jedes Jahr tausende von Flamingos.
Sulcis
Diese kleine Region liegt am südwestlichen Ende von Sardinien.
Hier gibt es eine lange Traditon im Kohlebergbau. Sehenswert sind
die zwei vorgelagerten Inseln Sant’ Antioco und San Pietro, die
schon von den Puniern besiedelt waren.
Iglesiente
Diese uralte Bergbaugegend im Südwesten von Sardinien schließt
sich Richtung Norden an die Region Sulcis an. An der Costa Verde
findet man ausgedehnte Dünenlandschaften. Die Strände bei Marina
di Arbus gelten als die schönsten Dünenstrände der Insel. Im
Hinterland gibt es alte Bergbausiedlungen und interessante Höhlen.
Campidano
Diese Ebene, die sich von Oristano bis
Cagliari erstreckt, wird
dank einiger Stauseeanlagen heute landwirtschaftlich intensiv
genutzt, ist aber touristisch weniger interessant.
Arborea
Das Schwemmland des Flusses Tirso befindet sich im mittleren
Westen Sardiniens und bezaubert durch viele Lagunenseen und die
Sinis Halbinsel, die weit ins Meer hineinragt. In den Lagunenseen
gibt es eine artenreiche Vogelwelt, die jeden Ornithologen
begeistert, am beeindruckendsten sind die zahlreichen Flamingos
mit ihrer herrlichen rosa Farbe.
Planargia
Diese Region umfasst das Gebiet des Monte Ferru und das Altopiano
im Norden.
Einerseits wird diese Landschaft geprägt durch schroffes
Vulkangestein, andererseits befindet sich hier ein wunderschön
grünes Tal, das Temo Tal, mit dem hübschen Städtchen Bosa. Im
Mittelpunkt der Planargia steht ein erloschener Vulkan, der Monte
Ferru, der mit seiner Lava die Oberfläche der Umgebung dunkel
färbte.
Bei Villanova gibt es Tafelberge mit vielen Quellen.
Logudoru und Meilogu
Diese zentral gelegene Region im Nordwesten ist eine weite Ebene,
die durch Hügellandschaften begrenzt wird. Sie liegt südlich von
Sassari. Hier gibt es viele sehenswerte romanische Kirchen und den
zweitgrößten Nuraghenberg der Insel. Ein besonders schöner Ort ist
Ozieri, er ist extrem steil an den Hang gebaut.
Nurra
Diese Region im äußersten Nordwesten, nördlich von Alghero, ist
geprägt durch flache Steppenlandschaften mit abgerundeten
Schiefer-Erhebungen, die teilweise auch wie Gerippe aussehen. Im
Bereich von Capo Caccia findet man Steilküste mit bis zu 300 Meter
hohen Steilwänden. Höchste Erhebung der Nurra ist der 450 Meter
hohe Monte Doglia. Richtung Osten zieht sich ein flachhügeliger
Streifen von Porto Torres bis nach Alghero hin.
In dieser Region befindet sich auch der einzige natürliche
Süßwassersee der Insel, der Lago Baratz. Die Nurra ist teilweise
recht waldarm hat aber überall dichtes Buschwerk, das im Frühling
herrlich blüht und betörend duftet.
Anglona und Turritano
Östlich an die Nurra angrenzend befinden sich die kleineren
Regionen Anglona und Turritano. Sie reichen von Sassari bis zur
Gallura. Die Landschaft hier ist hügelig, mit teilweise
vulkanischen Kuppen und einigen Tafelbergen. Die Region ist im
Winter herrlich grün, im Sommer aber durch die Trockenheit eher
bräunlich. Es gibt hier einen Stausee und viele schöne Strände im
nördlichen Teil, wo die Anglona bis ans Meer reicht.
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